Speech and gesture share the same communication system

Im vorhergegangenen Eintrag haben wir uns mit der Unterscheidung dreier Arten sprachbegleitender Gesten von Adam Kendon beschäftigt. Darunter waren auch die sogenannten Embleme, die „konventionalisierte, wortähnliche Gesten [sind], die von einer Gemeinschaft genutzt werden und ganze Sprechakte ersetzen können.“
Bernandis & Gentilucci (2005) haben dazu eine interessante Untersuchung gemacht, die der Frage nachging, was passiert, wenn man emblematische Bedeutungen im Gegensatz zu Wörtern verarbeitet. Die Probanden mussten entweder ein Wort sprechen, eine emblematische Geste machen oder beides gleichzeitig. Dabei zeigte sich u.a., dass

  • sich eine F2-Verschiebung, wenn beides gleichzeitig ausgeführt wurde
  • sich die Zeit, die gebraucht wird um das Emblem auszuführen verkürzt, wenn beides gleichzeitig ausgeführt wurde (vorausgesetzt, Emblem und Wort haben die gleiche Bedeutung)

Zusammengenommen mit einer nachfolgenden Studie von Gentilucci et al. (2006) gibt es Hinweise darauf, dass bei der Kombination vom Emblemen und Wörtern der (linke inferiore) frontale Cortex eine wichtige Rolle einnimmt.

Bernandis, P. & Gentilucci, M. (2005): Speech and gesture share the same communication system. In: Neuropsychologica, 44(2), S. 178-190.

Gentilucci, M., Bernardis, P., Crisi, G. & Dalla Volta, R. (2006): Repetitive transcranial magnetic stimulation of Broca’s area affects verbal responses to gesture observation. In: Journal of Cognitive Neuroscience, 18(7), S. 1059-1074.

Repetitive transcranial magnetic stimulation of Broca’s area affects verbal responses to gesture observation.

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